Als Bischofsitz umfasste die Münsteranlage die Domkirche, den Kreuzgang als Herzstück, den Bischofspalast, die Hauskapelle des Bischofs, das Kapitelhaus und die Domschule. Vermutlich wurden diese Einrichtungen bereits um 950 vollendet. Der erste Dom wurde nach einem Brand von 1174 durch eine dreischiffige Basilika im romanischen Stil ersetzt. Erst nach 1745 wurde diese von einem barocken Neubau abgelöst. Zum Bau und zur Ausschmückung des Doms holte man die bekanntesten Meister und Künstler, vorwiegend aus Tirol: die Baumeister J. Delai und S. Föger, die Brüder Michelangelo und Franz Unterberger sowie deren Neffen Christoph für die Altarblätter, den berühmten Paul Troger für die Deckengemälde und Th. Benedetti als Altarbauer. Es gibt weitum wohl keine Kirche, die so reich mit kostbaren Marmorsorten ausgestattet wurde wie diese. Das Deckengemälde - die Anbetung des Lammes - gehört zu den größten der Welt.
 
 
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