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Mitten im Sommer haben wir Kooperator Corneliu verabschiedet. Im Gottesdienst haben wir für ihn ein besonderes Lied gesungen. „Fürchte dich nicht ich bin bei dir“. Es beinhaltet einen Bibelvers des Propheten Jesaja.: Denkt nicht mehr an das, was früher war; / auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten. Seht her, nun mache ich etwas Neues. / Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Steppe / und Straßen durch die Wüste.

Dieser Vers könnte uns allen Mut machen, denn nicht nur für den Kooperator beginnt etwas Neues. Auch die Pfarre, die Seelsorgeeinheit, ja die Kirche steckt mitten in einer Umbruchphase.
Denk nicht daran was früher war:
Wie schwer ist es Altes, Liebgewonnenes loszulassen. Besonders dann, wenn man mitgeholfen hat dieses aufzubauen. Wenn man selbst Hand angelegt hat, und es das eigene Werk ist. Wenn Mühen und viel Liebe, ja das Herzblut drinsteckt. Wie schwer ist es loszulassen. Jesus fordert: Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes. Und viele hören diese Worte Jesu und gehen traurig weg, weil sie es nicht können. Loslassen. Es ist zu schwer.
Seht her, nun mache ich etwas Neues.
Loslassen können wir nur, wenn wir Aussicht auf etwas Neues haben. Jesaja lenkt den Blick schon darauf. Seht her …. Es kommt zum Vorschein. Ja es ist eine Frage der Einstellung: Ist das Glas halbleer oder halbvoll. Schauen wir zurück oder voll Erwartung nach vorne?
Aber wohin sollen wir den Blick lenken, wenn noch nichts vorhanden ist? Eine Wüste scheint vor uns zu sein. Unser Blick muss sich auf Gott richten, denn er ist der Handelnde, er wird Wege anlegen, er lässt wachsen. Im bedingungslosen Vertrauen auf Gott, den Handelnden können wir loslassen. Gott ist es, der in der Wüste einen Weg anlegt. Nicht einmal wir selber müssen die Strasse bauen, sondern wir müssen nur darauf gehen.
Loslassen und losgehen mit der Gewissheit: Fürchte dich nicht, ich bin bei dir.

 

Karoline Eder, Pastoralassistentin