Liebe Pfarrgemeinde, 

Vor Ostern hat sich der neue Pfarrgemeinderat zu einer Klausur getroffen. Wir gingen der Frage nach, was die Stadt Brixen von uns braucht. Die einhellige Antwort auf diese Frage war: Beheimatung.
Dieses Ziel vor Augen haben wir begonnen, uns in Arbeitskreisen zu organisieren. Heimat für Senioren aufzubauen. Jugendlichen eine Heimat zu bieten. Für Familien eine Heimat zu werden. … Doch was ist Heimat? Heimat ist nicht eine Ortschaft, ein Bauwerk, ein Haus, sondern eine Gemeinschaft, ein warmes Herz, ein freundliches Lächeln. Nur wenn wir zu einer solchen Gemeinschaft werden, dann sind wir Heimat für andere. Wenn wir mit offenen Herzen und offenen Armen andere willkommen heissen. Doch es ist nicht immer einfach, z.b.Sprachgrenzen zu überwinden, verschiedene Charaktere an einem Tisch zu versammeln, Vorurteile zu überwinden, oder offen zu bleiben. Aber das ist der fundamentale Grundauftrag der Kirche: Zeichen und Sakrament der Liebe zu sein.

Vor Pfingsten kamen die Jünger zusammen und beteten gemeinsam. Auch die Jünger waren sehr verschieden, und doch bleiben sie einmütig im Gebet vereint.

Um Gemeinschaft zu bauen, braucht es auch viele Menschen, die Hand in Hand arbeiten. In den letzten Wochen habe ich immer wieder Menschen gefragt, ob sie sich vorstellen können mitzuhelfen, einmalig oder manchmal, oder vielleicht für ein Jahr. Wir brauchen solche lebendige Steine, die sich einbauen und aufbauen lassen. Denn nur gemeinsam/insieme können wir viel bewegen und eine Heimat des Herzens aufbauen.

Karoline Eder, Pastoralassistentin