Liebe Pfarrgemeinschaft!

Jeder Weg hat ein Ziel. Der Weg durch die Fastenzeit mündet ein in die

Heilige Woche, die mit dem Palmsonntag beginnt und in der Feier des Leidens,

des Todes und der Auferstehung des Herrn gipfelt. Es geht um Jesu

Tod und Leben, um unseren Tod und unser Leben. Es geht um alles, worauf

unser Glaube gründet. In der Eucharistiefeier an jedem Sonntag, wie auch

am Werktag begegnen wir diesem Geheimnis, das aber so groß ist, dass wir

es einmal im Jahr in besonderer Weise begehen. Es ist vergleichbar mit der

menschlichen Liebe, die sich bewähren muss in der Routine des Alltags, die

aber Höhepunkte voller Innigkeit, Leidenschaft und Hingabe braucht.

In dem, was uns die Bibel von den letzten Tagen im Leben Jesu von Nazareth

schildert, verdichtet sich, was sein ganzes irdisches Leben ausgemacht

hat. Darin kommt unser Leben in den verschiedensten Situationen zur Sprache

und so könnten wir beten:

Herr, unser Gott, zu dir dürfen wir alle kommen.

Die Fröhlichen und die Traurigen,

die Zweifler und die Glaubenden,

die Ängstlichen und die Mutigen.

Alle sind bei dir willkommen.

Dafür danken wir dir und bitten dich:

Hilf uns, unsere Zweifel überwinden,

dass wir uns auf die Hoffnung

der Auferstehung einlassen.

Öffne uns die Augen

für das Licht des Ostermorgens.

Begleite uns auf unserem Weg,

dass sich schon jetzt ein Stück Auferstehung

in unserem Leben verwirklicht.

Aus der Begegnung und mit dem Blick auf dem gekreuzigten und auferstandenen

Herrn wünscht österliche Freude und Zuversicht

 

Albert Pixner, Dekan