Liebe Pfarrgemeinde,

in der Fastenzeit begegnen uns 2 besondere Heilige, die uns viel zu sagen haben und vor allem uns auch für die Fastenzeit eine große Hilfe anbieten können. Diese Hilfe bekommen wir vor allem durch ihr Lebensbeispiel. Beide sind geleitet von einem hörenden Herzen, das ganz auf Gott und seinen Willen ausgerichtet ist. Der erste Heilige, der in diesem Jahr ein wenig Aufmerksamkeit durch die Vorbereitung auf die Seligsprechung von Josef Mayr- Nusser eingebüßt hat, aber dennoch uns so viel zu sagen hat, denn er war auch unserem neuen Seligen ein Vorbild. Es ist der Heilige Josef. Obwohl so vieles für ihn unbegreiflich war, und menschlich gesprochen wird es immer so bleiben, hat er Ja zum Willen Gottes gesagt und zwar durch die Tat. Ihm wurde der Wille Gottes im Traum geoffenbart und er hat ihn befolgt, weil er ein gerechter Mann war. Davon können wir auch heute noch viel lernen. Wir feiern sein Fest heuer am 20. März, da sein Fest auf einen Sonntag gefallen wäre. Die zweite Heilige, die eigentlich keine Vorstellung braucht, kennen wir alle: die Gottesmutter Maria. Am 25. März feiern wir ihr Ja zu Gottes Heilsplan. Sie wird die Mutter unseres Erlösers Jesus Christus. Dieses Ja zeigt uns ihren Glauben, ihr Vertrauen und auch ihre Bereitschaft alle Folgen dieses Ja mit ganzem Herzen anzunehmen. Dadurch hat sie nicht nur für uns den Weg zur Versöhnung mit Gott und untereinander ermöglicht, sie hat uns gleichzeitig auch das gegeben, was zu einem erfolgreichen Weg auf Ostern, dem ewigen Ostern hin, führt: ein ungeteiltes Ja zu Gottes Willen. Sie drückt es so aus: Siehe ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe wie Du gesagt hast. Mögen uns diese beiden Heiligen auf unserem Lebensweg immer wieder Mut machen und uns gerade in der Fastenzeit helfen, mit Jesus den Weg bis zur Vollendung zu gehen.

Johann Kronbichler, Seelsorger