Am 24. Februar, dem Fest des Apostels Matthias, erinnern wir uns an den
Todestag von Josef Mayr-Nusser im Jahr 1945. In einem Viehwaggon erlag er
in Erlangen auf dem Weg ins Konzentrationslager Dachau seinen Strapazen. In
Erlangen trägt heute ein Gymnasium seinen Namen.
Als Märtyrer des Glaubens wird er gesehen, denn er hat aus Gewissensgründen
den SS-Eid verweigert und wir dürfen uns freuen und dankbar sein, dass er am
Samstag, 18. März 2017 um 10:00 Uhr im Dom zu Bozen, seiner Geburts-und
Heimatstadt, selig gesprochen wird.
Bischof Ivo Muser hat bereits zu Allerheiligen 2016 seinen Hirtenbrief : Auf dem
Weg zur Seligsprechung von Josef Mayr-Nusser. unter den Glaubenssatz gestellt
" Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen ". In ihm zitiert er unter anderem
aus einem Artikel der Jugend-wacht vom 15. Jänner 1938 Mayr-Nusser " Ist
durch die Taufe in uns Licht geworden, so sind wir durch die Firmung Lichtträger
geworden, Beauftragte, das Licht leuchten zu lassen, Zeugnis zu geben vom
Licht...Nicht Schwert, nicht Gewalt, nicht Geld, nicht einmal den Einfluss
geistigen Könnens, geistiger Macht, nichts von all dem ist uns als unerlässlich
geboten, um die Herrschaft Christi auf Erden aufzurichten. Etwas ganz
bescheidenes und doch viel Wichtigeres hat uns der Herr geboten: Zeugen zu
sein."
Im „ Alten Kolpinghaus“ in Brixen halten wir die Erinnerung an Josef Mayr-
Nusser in dem nach ihm benannten Saal wach und in Ehren; Bilder aus seinem
Leben zieren die Wände. In den Fastenpredigten in der Pfarrkirche werden wir
auf Lebens- und Glaubenshaltungen des neuen Seligen zurückkommen und
seine Bedeutung für uns entdecken; es wird eine Ausstellung über ihn geben und
eine Novene soll uns auf den 18.März vorbereiten.
Eine gute, frohe Zeit wünscht
Albert Pixner, Dekan