Liebe Pfarrgemeinschaft!

Zuhören, ein Herz haben, Leben erleben

Drei Verben, drei Anlässe:

Am 29.1. werden wir den Mediensonntag feiern. Medien bedeuten Kommunikation, die verbinden oder trennen kann. Authentische Kommunikation und Zuhören sind niemals leicht. Manchmal ist es bequemer, sich taub zu stellen. Zuhören bedeutet, dem Wort des anderen Aufmerksamkeit zu schenken, den Wunsch zu haben, es zu verstehen, ihm Wert beizumessen, es zu respektieren und zu hüten. E-Mail, SMS, soziale Netze und Chat sind Formen ganz und gar menschlicher Kommunikation. Nicht die Technologie bestimmt, ob die Kommunikation authentisch ist oder nicht, sondern das Herz des Menschen und seine Fähigkeit, die ihm zur Verfügung stehenden Mittel gut zu nutzen.

Am selben Tag feiern wir auch den Hl. Josef Freinademetz. Tiroler und gleichzeitig Chinese: ein Mann der die Welten verbindet, einigt und umarmt. Ein gottgeweihter Mann (Steylermissionar) mit einer echten Spiritualität. Die Basis dieser geistliche Haltung war vor allem seine Liebe für das Kreuz und die Herz-Jesu-Verehrung. Sein Weg zu den Chinesen ging ja auch über das Herz: Er ist zu ihnen gegangen, kannte sie, wusste ihre Namen. So fanden die Chinesen einen Weg in sein Herz und Freinademetz fühlte bei ihnen ein Zuhause. Er wies ihnen den Weg weiter zum Herzen Jesu, zum guten Hirten, der sein Leben gibt für sie.

Drittens, am 5.02 werden wir den Tag zum Schutz des Lebens feiern. Es ist ein Tag des Gebetes, denn Gott ist ein Gott der Lebenden, und nicht der Toten, einer der das Leben liebt, erlebt und schenkt. Ein Gebet könnte uns an diesem Tag begleiten: "Herr, wir durften miteinander feiern, dass du ein Gott des Lebens bist. Du bist gekommen, um uns das Leben in Fülle zu vermitteln. Voller Dankbarkeit wollen wir dieses Geschenk annehmen und dich loben und preisen. Wir staunen über das Wunder des menschlichen Lebens, aber auch über jedes Leben, das du geschaffen hast. Wir bitten dich, beschütze uns und ganz besonders unsere Kinder, die unsere Hoffnung und Freude sind. Geh mit uns auf unserem Weg, lass uns spüren und erleben, dass du da bist. Amen."

 

Koop. Corneliu Berea