Liebe Pfarrgemeinschaft!
„Sage mir wie du betest, und ich sage Dir, was du für einen Gott hast.“
Das „Vater Unser“ das wir an diesem Sonntag den Erstkommunionkindern mit
auf den Weg geben, ist DAS Gebet der Christenheit. Wenn wir das Gebet genauer
betrachten, sagt es einiges über unser Gottesbild aus.
Unser Gott ist zunächst ein DU. Wir können ihn, wie eine andere Person, die uns
vertaut ist, mit DU ansprechen. Es besteht eine liebevolle Beziehung zwischen
ihm und uns.
Und er ist in erster Linie ein Vater. Ein Vater der sich um uns sorgt, der uns
umsorgt. Dies ist sein Wille. Er sorgt für unser äusseres und innerers Wohl. Für
das was wir alltäglich zum Leben brauchen – das Brot. Aber er sorgt sich auch
um unser inneres Heil. Dass wir uns gegenseitig verzeihen können, dass wir uns
selbst unsere Schuld verzeihen können. Er sorgt sich, dass unser Herz heil wird.
Er will auch, dass wir alle Höhen und Tiefen des Lebens aushalten können. Dass
wir in allen Widrigkeiten in ihm unsere Kraft finden.
Und er will nicht nur, dass es dir und mir gut geht, sondern allen.
Sein Reich soll überall sein, und für jeden Menschen gelten. Und darin sind auch
wir gefordert.
Wenn wir an einen solchen Gott glauben können, dann können wir uns ihm
wirklich in allen Lebenslagen ganz anvertrauen und uns für ihn einsetzen.
Karoline Eder, Pastoralassistentin