Liebe Pfarrgemeinde!

 

Zwei starke Gegenbilder möchte ich in diesem Leitartikel aufgreifen.

Wer ist in diesen Tagen nicht ergriffen von den vielen Attentaten in Europa? Es stellen sich soviele Fragen. Wie kann so eine Gewalt entstehen, warum kann man sie nicht verhindern, was ist nur los mit unserer Welt? Feindbilder sind schnell geschaffen, Schnelllösungen gefunden, politische Debatten angefacht. Doch scheinbar ändert sich nichts. Ja wir sind schon sehr lange mit diesem neuen Terrorismus konfrontiert, wenn ich an 9/11 in Amerika denke. Die deutsche Bischofskonferenz hat 2011 ein Hirtenwort zum Terrorismus herausgebracht. Dort fordert sie unter anderem eine ethische Reflektion. Politische und gesellschaftliche Gründe sollten in den Blick genommen werden und dann auch in Angriff genommen werden. Das Ziel sollte nicht nur Gewaltvermeidung sein, sondern gerechten Frieden zu schaffen. Doch dieser Weg ist viel schwieriger und scheinbar nicht konsensfähig. Zuviele Interessen arbeiten dagegen.

Das zweite Bild, ein Gegenbild zum Terror, sind für mich die vielen Gesichter junger Menschen beim Weltjugendtag in Polen. Wieviele Jugendliche kommen aus den verschiedensten Ländern und Kontinenten, Kulturen und Sprachen zusammen um friedlich miteinander zu beten, zu singen und zu lachen. Wie leicht es in solchen Momenten scheint, in Frieden miteinander zu leben.

Warum können wir es nur so schwer in unserem Hier und Jetzt?

 

Karoline Eder, Pastoralassistentin