Liebe Pfarrgemeinde!

Der Christophorus-Sonntag, der am 24. Juli gefeiert wird, beinhaltet drei Schwerpunkte: Dankbarkeit für unfallfreies Fahren, Solidarität mit den Boten des Evangeliums und Besinnung auf unsere moralische Verantwortung im Straßenverkehr.
Es ist Tradition, dass wir am Christophorus-Sonntag als Dank für unfallfreies Fahren eine Spende geben, damit für die Missionare und Missionarinnen Fahrzeuge angekauft werden können. Um diese notwendige Mobilität zu gewährleisten, sind geeignete Fahrzeuge unerlässlich. Ein herzliches Vergelt's Gott allen, denen die Unterstützung dieser Aktion ein Herzensanliegen ist und die sich an der Christophorus-Aktion beteiligen.
Der Christophorus-Sonntag soll aber auch ein Anlass sein zu überdenken, wie ich mein Christsein beim Benutzen von Verkehrsmitteln verwirkliche. Auch da gilt das Liebesgebot: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Gelingt es mir beispielsweise, andere nicht herablassend zu kritisieren oder zu beschimpfen? Verständnis zu haben mit dem Fahrstil anderer oder mit Leuten, die ortsunkundig sind? Bringe ich die Geduld auf, das für mich unverständliche Verhalten anderer zu ertragen oder brause ich auf und lasse meinem Ärger freien Lauf? Kann ich auch im Ärger Höflichkeit und Korrektheit bewahren? Möglicherweise eigenes Fehlverhalten eingestehen? Bin ich imstande mich zurückzunehmen, um brenzlige Situationen zu vermeiden? Verhalte ich mich umsichtig und konzentriere ich mich auf das Fahren, um nicht mich selbst und andere zu gefährden? Es geht um das Beispiel, das ich durch mein Verhalten gebe.
Wenn wir Gott um seinen Schutz und Segen bitten, beinhaltet das eine besondere Verpflichtung zu Gewissenhaftigkeit, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft. Verkehrsmittel gehören heute zum Alltag der Menschen. Wir brauchen sie, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, um große Entfernungen zu überwinden und Völker und Kulturen kennen zu lernen, in der Freizeit und für die Erholung, aber auch um in Gefahr und Not rasche Hilfe zu erhalten.
Verkehrsmittel sind zur Herausforderung geworden, uns der Verantwortung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern und nicht zuletzt auch der Natur gegenüber, bewusst zu werden. Am Ende aller Wege aber möge Gott unser Ziel sein.

Paul Graber, ständiger Diakon