Liebe Pfarrgemeinde,

 

Die Sequenz zum Hl. Geist von Pfingsten (siehe auch Titelseite), die wir in der Woche vor Pfingsten bei den Messen vor dem Evangelium beten werden, gilt als besondere Vorbereitung zu diesem Hochfest. In Ihr finden wir recht interessante Strophen, von denen ich einige heute zur Betrachtung vorschlagen möchte.

„Höchster Tröster in der Zeit,

Gast, der Herz und Sinn erfreut,

köstlich Labsal in der Not,

in der Unrast schenkst du Ruh,

hauchst in Hitze Kühlung zu,

spendest Trost in Leid und Tod.“

Diese zwei Strophen haben mir besonders gefallen und sie drücken auch das aus, was wir heute so sehr brauchen. Mit dem Hl. Geist können so viele Menschen nichts mehr anfangen, da sie so sehr von anderen Geistern in Bann gezogen werden. Da brauchen wir diesen Geist, der Gast in uns sein möchte, um unser Herz und unseren Sinn zu erfreuen. Er schenkt uns Ruhe in der Unrast dieser Zeit.

Laden wir diesen Geist ein, bei uns einzukehren und uns von den Geistern zu befreien, die uns so wenig Zeit für uns selber geben und damit auch so wenig Zeit zu wahren Begegnungen mit unseren Mitmenschen.

Pfingsten ist das Fest der Befreiung. Wie am Pfingsttag der Hl. Geist die Apostel von ihrer Angst befreit hat und sie dazu befähigte, die verschlossenen Türen aufzuschließen, um von der Liebe Gottes Zeugnis zu geben, so möge er uns auch heute wieder Mut geben, ihn zu bezeugen. Wir wollen für unseren Glauben eintreten und dadurch die Welt wieder auf die richtige Bahn bringen. Dann werden wir auch erleben, dass der Hl. Geist kein Geist der Unruhe sondern des Friedens ist.

Das wünscht euch allen von Herzen euer Seelsorger Hans Kronbichler