Liebe Pfarrgemeinde!

Die drei Tage vor Christi Himmelfahrt sind als Bitttage bekannt. Wir danken Gott für die Schöpfung und für unser Leben indem wir ihn als Ursprung des Lebens und alles Guten anerkennen und loben. Zugleich bitten wir auf die Fürsprache der Heiligen (Allerheiligenlitanei bei der Bittprozession) um Schutz und Heil, um gedeihliches Wetter und gute Ernte, Arbeit und Brot, Gesundheit und Frieden und insgesamt darum, dass unser Leben gelingt und wir unser Ziel bei Gott erreichen.

Ein Ziel, das uns das Hochfest Christi Himmelfahrt vergegenwärtigt. Jesus Christus kehrt heim zum himmlischen Vater nicht um uns Menschen zu verlassen, sondern um uns die Hoffnung zu geben, ihm dorthin zu folgen. So heißt es in der Präfation der Liturgie zu Fest: „Denn er ist heute als Sieger über Sünde und Tod aufgefahren in den Himmel. Die Engel schauen den Mittler zwischen Gott und den Menschen, den Richter der Welt, den Herrn der ganzen Schöpfung. Er kehrt zu dir heim, nicht um uns Menschen zu verlassen, er gibt den Gliedern seines Leibes die Hoffnung, ihm dorthin zu folgen, wohin er als erster vorausging.“ Mit diesen Worten kommt das ganze österliche Geheimnis zum Ausdruck, dass Christus die Vergänglichkeit dieser Welt durch seine Auferstehung überwunden hat. Er hat den Tod für immer besiegt: „Durch seinen Tod hat er unseren Tod vernichtet und durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen.“

 

Paul Graber, Ständiger Diakon