ein afrikanisches Sprichwort lautet: Du sollst jedem Menschen eine Weile geben, verrückt zu sein. Diesem Moto entspricht wohl auch die Faschingszeit bei uns. Es soll aber nur eine Weile sein, denn sonst wird es zur Gewohnheit und zur Krankheit. So wollen auch wir diese Weile der Ausgelassenheit und Narrenfreiheit mit dem Aschermittwoch beenden. Es ist wieder Zeit, eine Gnadenzeit für uns Menschen, uns an das zu besinnen, was mehr Bestand hat und auch Ziel unseres Lebens ist: die Auferstehung und das Ewige Leben. Nach dieser Zeit in dieser begrenzten Welt, dürfen wir uns auf die Welt ohne Grenzen, ohne Zeit, ohne Krankheit, ohne Trauer… freuen und uns darauf vorbereiten.  Dass wir aber noch in dieser Welt der Begrenzungen, der unvollendeten Welt leben, möchte uns der 11. Februar in besonderer Weise erinnern. Wir begehen da den Gedenktag der 1. Erscheinung der Mutter Gottes in Lourdes und den Tag der Kranken, den Papst Johannes Paul II uns ans Herz gelegt hat. In Lourdes erfahren so viele Kranke eine Hilfe auf die Fürsprache unserer lieben Mutter. Auch wir sind besonders in diesem Jahr der Barmherzigkeit aufgerufen, den Kranken, den Gebrechlichen, den alten und einsamen Menschen unsere Liebe zeigen, ihnen kundtun, dass auch wir ein Herz haben und nicht nur Barmherzigkeit von Gott erhalten wollen. Als Christen sind wir besonders in der Fastenzeit aufgerufen, Barmherzigkeit zu zeigen und die Werke der Barmherzigkeit zu üben. Das wird uns helfen Gott in besonderer Weise für seine Liebe, die er uns in seinem Sohn Jesus Christus erleben lässt, der für uns sein Leben hingegeben hat.  So wünsche ich uns allen eine fruchtbare und gnadenreiche Vorbereitung auf Ostern.

Seelsorger Hans Kronbichler